Donaustauf

5/5 - (32 votes)

Die Stadt Donaustauf

Donaustauf liegt in Bayern, direkt an der Donau, nur etwa 10 Kilometer östlich von Regensburg. Es ist vor allem bekannt für zwei Highlights: die Walhalla und die Burgruine Donaustauf. Die Walhalla steht wie ein griechischer Tempel auf dem Berg oberhalb des Orts und bietet Besuchern eine spektakuläre Aussicht über die Donau und das Umland. Diese Ruhmeshalle bildet zusammen mit der nur wenig entfernten, Burgruine die besonderen Attraktionen des kleinen Orts. Die Donau-Auen sind schön für Wanderer und Radfahrer. Somit ist Donaustauf eine Mischung aus königlicher Kultur, mittelalterlichem Erbe und entspannender Natur.

Donaustauf ist eine kleine Gemeinde in der Oberpfalz. Gut 4000 Personen wohnen hier im Ort, der zum Landkreis Regensburg gehört. Der Ort in Bayern erhielt 1494 das Marktrecht und beherbergt mehrere Sehenswürdigkeiten wie die Burgruine Donaustauf, die Walhalla und den Chinesischen Turm. Geographisch gesehen liegt Donaustauf etwa 10 Kilometer östlich von Regensburg am Rande des Bayerischen Waldes. Der Ort wird von der Burgruine Donaustauf dominiert und im Osten liegt die Walhalla, die auf einem Hügel namens Bräuberg thront. Es gibt sieben verschiedene Teile der Marktgemeinde: Dachsberg, Donaustauf, Hammermühle, Klammer, Neumühle, Parkhaus und Sulzbach a.d. Donau.

Donaustauf Sehenswürdigkeiten
Die Walhalla in Donaustauf
Die Walhalla in Donaustauf

Donaustauf Sehenswürdigkeiten

Bei einem Rundgang durch den Ort können Besucher zahlreiche historische Bauten bewundern und einen Einblick in die bewegte Geschichte des Ortes gewinnen. Donaustauf ist aber nicht nur ein Ort für Geschichtsfans, sondern bietet auch viel für aktive Reisende: Es liegt perfekt am Donauradweg und ist ideal zum Wandern, etwa auf dem Donaupanoramaweg oder den Burgensteigen, die dich durch die Auen und den Fürstlichen Thiergarten führen. Falls du dich für Erdgeschichte interessierst, ist der nahegelegene Geopfad Tegernheimer Schlucht ein spannender Abstecher. Im Sommer kannst du dich in den umliegenden Badeseen wie dem Sarchinger oder Guggenberger See erholen und abkühlen. Kulinarisch überrascht die Region mit einer Besonderheit: Du bist hier im Anbaugebiet des Baierweins, Deutschlands kleinstem Weinanbaugebiet. Eine Kostprobe ist im nahegelegenen Bach an der Donau im Baierweinmuseum oder einer lokalen Weinstube möglich. Wenn du freitags da bist, bietet der Bauernmarkt in Donaustauf die Chance, frische regionale Produkte zu kaufen. Außerdem solltest du die Augen offen halten für lokale Events: Im Sommer wird die Burgruine oft zur atmosphärischen Kulisse für kulturelle Veranstaltungen wie den „Sommerabend auf der Burg“, oder du nimmst an geführten Kräuter- und Sagenwanderungen teil, um die lokalen Mythen kennenzulernen.

  1. Walhalla: Dieser imposante Marmortempel, von König Ludwig I. als Ruhmeshalle errichtet, bietet dir einen spektakulären Panoramablick über die Donau und ehrt bedeutende Persönlichkeiten deutscher Zunge.
  2. Burgruine Donaustauf: Die Ruine der mittelalterlichen Höhenburg, einst eine wichtige Festung der Regensburger Bischöfe, lädt zur kostenlosen Erkundung historischer Toranlagen ein.
  3. Wallfahrtskirche St. Salvator: Die Kirche bildet das religiöse und architektonische Bindeglied zum Burgberg-Ensemble, da sie nach gotischen und barocken Umbauten im klassizistischen Stil an die Walhalla angepasst wurde.
  4. Chinesischer Turm: Der charmante Pavillon im ehemaligen Schlossgarten dient als kleiner, netter Aussichtspunkt und ist ein fotografisches Detail der Thurn und Taxis-Geschichte.

Eine der Sehenswürdigkeiten ist die Wallfahrtskirche St. Salvator, die im 15. Jahrhundert im gotischen Stil erbaut wurde. Im 18. Jahrhundert erfolgte eine Barockisierung und im 19. Jahrhundert wurde sie durch den berühmten Architekten Leo von Klenze dem Baustil der Walhalla angepasst. Die Geschichte der Wallfahrt geht auf einen Hostienraub im Jahr 1388 während der Belagerung der Donaustaufer Burg im Städtekrieg zurück. Drei Soldaten entwendeten die Hostien aus der Kirche in Sulzbach an der Donau und versteckten sie im Wald bei Donaustauf. Als die Hostien wiederentdeckt wurden, wurde an diesem Ort eine Kapelle errichtet. Aufgrund der wachsenden Wallfahrt musste die Kirche mehrmals erweitert werden, bis sie schließlich 1607 ihre heutige Größe erreichte.

Die Kirche wurde um 1430 im gotischen Stil erbaut und besteht aus einem Saalbau mit einem eingezogenen Chor, einer östlichen Sakristei und einem Westturm mit Zeltdach und Vorhalle. Der Chor und das Langhaus stammen aus dem Jahr 1607, während die Sakristei spätgotisch ist. Die Treppenanlage stammt aus der Zeit nach dem Mittelalter. Im 18. Jahrhundert wurde die Kirche im barocken Stil umgestaltet. Auf Anweisung von König Ludwig I. erfolgte bereits 1843 eine neuromanische Umgestaltung nach Plänen von Leo von Klenze, um den Baustil der Walhalla anzupassen. König Ludwig plante eine zusammenhängende Reihe von Gebäuden entlang der Donau, darunter die Befreiungshalle in Kelheim, den Dom in Regensburg, die Dreifaltigkeitskirche auf dem Dreifaltigkeitsberg in Regensburg, die Salvatorkirche in Donaustauf und die Walhalla, die im romanischen und byzantinischen Stil gestaltet sein sollten. Diese Gebäude sollten den Besuchern, die er als patriotische Pilger betrachtete, präsentiert werden und harmonisch in die Landschaft eingebettet sein.

Entdecke die Donaustauf Sehenswürdigkeiten rund um die Walhalla
Entdecke die Donaustauf Sehenswürdigkeiten rund um die Walhalla

Die Pfarrkirche St. Michael ist eine Chorturmkirche mit achteckigem Turm und Zeltdach, die 1724 erbaut wurde. Der Turm stammt aus dem Mittelalter und wurde vor 1388 errichtet. Die Kirche ist mit einer reichhaltigen Ausstattung versehen. Auch die Friedhofsmauer aus dem 18. Jahrhundert ist ein sehenswertes Element.

Ein weiteres Highlight ist die Burgruine Donaustauf, die zwischen 914 n. Chr. und 930 n. Chr. als Abwehrmaßnahme gegen Ungarneinfälle erbaut wurde. Sie liegt auf dem gleichen Höhenzug wie die Walhalla (nur etwas weiter östlich). Du kannst die historische Bausubstanz erkunden und hast einen tollen Blick auf den Ort und die Donau. Es ist ruhiger als an der Walhalla. Im Dreißigjährigen Krieg wurde sie von den Schweden erobert, gesprengt und verbrannt. Seit 1986 gehört sie dem Markt Donaustauf und ist Teil des historischen Erbes der Region. Der Eintritt ist kostenlos.
–> Burgruine Donaustauf

Definitiv ein Muss ist die Walhalla auf dem Bräuberg östlich des Ortes. Es handelt sich hierbei um die Hauptsehenswürdigkeit der gesamten Region. Sie wurde in Auftrag gegeben, um bedeutende Persönlichkeiten der deutschen Geschichte zu ehren. Der Standort wurde bewusst gewählt, um eine malerische Aussicht auf die Donau und die umliegende Landschaft zu bieten. Die Walhalla wurde von König Ludwig I. von Bayern im Jahr 1830 in Auftrag gegeben und im Jahr 1842 fertiggestellt. Das Gebäude selbst ist von griechischer Bauweise inspiriert und erinnert an das Parthenon in Athen. Es ist ein Tempel, der die Namen und Büsten von über 130 deutschen Persönlichkeiten beherbergt, darunter Schriftsteller, Künstler, Wissenschaftler, Politiker. Diese Personen wurden für ihre herausragenden Leistungen und ihren Einfluss auf die deutsche Geschichte ausgewählt. Besucher der Walhalla sollten wissen, dass es sich um ein bedeutendes nationales Denkmal handelt und eine wichtige Rolle in der deutschen Kultur spielt. Besucher können die beeindruckende Architektur des Tempels bewundern, die Büsten der berühmten Persönlichkeiten betrachten und den Panoramablick auf die Donau genießen. Es gibt auch einen Ehrensaal, der speziell denjenigen gewidmet ist, die ihr Leben im Dienst des Vaterlandes geopfert haben.
–> Walhalla

Die Walhallabahn gibt es nicht mehr. Umgangsprachlich auch bekannt als „Walhallabockerl“, wurde die Bahn am 23. Juni 1889 eröffnet. Sie erhielt ihren Namen aufgrund ihrer Verbindung zur Walhalla. Es war eine Schmalspurbahnstrecke, die von Regensburg-Stadtamhof nach Donaustauf und zum Haltepunkt Walhalla führte. Später, am 30. April 1903, wurde die Strecke bis nach Wörth an der Donau verlängert. Ursprünglich als private Bahn betrieben, diente die Walhallabahn als Transportmittel für Passagiere und Güter. Die Schmalspurbahn war eine beliebte Option für Reisende, die die malerische Region um die Walhalla erkunden wollten. Sie bot eine bequeme Verbindung zwischen den verschiedenen Orten entlang der Strecke. Jedoch, mit der zunehmenden Bedeutung des Straßenverkehrs, wurde der Betrieb der Walhallabahn aus wirtschaftlichen Gründen immer unrentabler. Am 1. Oktober 1960 wurde der Personenverkehr schließlich eingestellt, und am 31. Dezember 1968 folgte auch der Güterverkehr.

Im Ortsteil Sulzbach befindet sich die Wehrkirche St. Martin, die im spätgotischen Stil erbaut wurde und eine beeindruckende Friedhofsmauer aus Granitbruchsteinen aufweist.

Der Chinesische Turm im Schlossgarten, der 1842 erbaut wurde, ist ebenfalls einen Besuch wert. Er wurde vom Fürsten Maximilian Karl von Thurn und Taxis in Auftrag gegeben und 1902 in den Garten der neuen Sommerresidenz der Thurn und Taxis, Schloss Prüfening, verbracht. Seit 1999 ist er wieder an seinem ursprünglichen Standort zu besichtigen und wurde restauriert.
–> Chinesischer Turm Donaustauf

Naturbegeisterte Besucher sollten einen Ausflug in den Fürstlichen Thiergarten machen, der als Jagdwald der Fürsten zu Thurn und Taxis angelegt wurde und heute ein öffentlich zugängliches Areal von 2.800 Hektar umfasst. Hier leben zahlreiche Tierarten wie Luchse, Wildschweine, Rotwild, Biber, Fischotter, Schwarzstörche, Molche, Gelbbauchunken und Kröten. Es ist ein abgezäuntes Areal. Ursprünglich im Jahr 1813 als Jagdwald für die Fürsten zu Thurn und Taxis angelegt, ist er heute eine parkähnliche Landschaft für die Öffentlichkeit.

Im Thiergarten gibt es eine Vielzahl von Waldbewohnern. Zum Beispiel lebt der Luchs, die größte wilde Katzenart Europas, hier. Die Gewässer im Wald, wie Flüsse, Bäche, Teiche und Seen, bieten einen idealen Lebensraum für Biber und Fischotter. Die Biber sind die größten Nagetiere Europas und prägen aktiv die Landschaft des Thiergartens. Fischotter hingegen sind eher selten zu sehen. Der Schwarzstorch sucht in den Bächen nach Fröschen, und es gibt auch Molche, Gelbbauchunken und Kröten, die das Feuchtgebiet lieben. Die Krötenweibchen können beeindruckende dreizehn Zentimeter groß werden und fressen alles, was kleiner ist als sie und sich bewegt.

Der Wald und die Wiesen des Thiergartens bieten eine schöne Pflanzenwelt und ziehen dadurch zahlreiche Tierarten an. Die Tiere werden innerhalb des umzäunten Thiergartens gefüttert und gehalten. Die Wildschweine sind ein wichtiger Bestandteil des Waldes und ihr Fleisch sowie das Holz stellen die wirtschaftliche Grundlage dar.

Ein Blick in die Geschichte von Donaustauf

Historisch gesehen wurde Donaustauf seit der keltischen Zeit bewohnt, wie archäologische Funde auf den Burgruinen aus dem Jahr 500 v. Chr. belegen. Die mittelalterliche Burg Castellum Stufo wurde von Bischof Tuto zwischen 914 und 930 n. Chr. während der ungarischen Invasionen auf einem Hügel namens Stouf im Waldgebiet um Sulzbach errichtet. Nach der Trennung von Kloster und Bistum durch Abt Bischof Wolfgang ging Donaustauf 1031 an das Bistum.

Im Laufe des 13. Jahrhunderts gehörte Donaustauf den Bischöfen von Regensburg, obwohl es oft in Machtkämpfe zwischen dem Bistum, dem König und den Herzögen verwickelt war. 1285 wurde Donaustauf erstmals als comitia Thumstauf erwähnt. Während des 14. Jahrhunderts wechselte Donaustauf häufig den Besitzer als Pfand, einschließlich des Besitzes durch Kaiser Karl IV., Herzog Otto V. und Herzog Stephan II. 1486 ging Donaustauf zusammen mit Regensburg an Herzog Albrecht IV., der der Stadt 1494 das Marktrecht verlieh.

Während des Dreißigjährigen Krieges war Donaustauf in den Konflikt um Regensburg verwickelt, und die Burg wurde im Januar 1634 von schwedischen Truppen belagert. Die Stadt erlitt erhebliche Schäden als Folge dieses Konflikts. Im 19. Jahrhundert beauftragte König Ludwig I. von Bayern den Bau der Walhalla, die 1842 fertiggestellt wurde.

Es gibt mehrere bemerkenswerte Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten, die man bei einem Besuch in Donaustauf unternehmen kann. Die Burgruine Donaustauf ist eine der Hauptattraktionen und bietet atemberaubende Ausblicke auf die Umgebung. Besucher können auch die Walhalla besichtigen, einen neoklassizistischen Tempel, der nach dem Parthenon in Athen modelliert wurde. Der Chinesische Turm ist eine weitere einzigartige Sehenswürdigkeit, eine Nachbildung eines chinesischen Pagodenturms, der im 18. Jahrhundert erbaut wurde.

Wo in Donaustauf übernachten?

Weil Donaustauf selbst eher ein kleiner Ort ist, halten sich die Übernachtungsmöglichkeiten dort in Grenzen. Du hast im Grunde zwei Möglichkeiten: Entweder du entscheidest dich für eine Unterkunft direkt in Donaustauf, wo du hauptsächlich gemütliche, traditionelle Gasthöfe und Pensionen (oft mit eigener Wirtschaft) findest – das ist perfekt, wenn du Ruhe suchst und die Walhalla oder Burgruine ohne große Anfahrt früh am Morgen oder spät am Abend erleben möchtest. Alternativ quartierst du dich im nahegelegenen Regensburg ein. Die UNESCO-Welterbestadt bietet dir eine viel größere Auswahl an Hotels, städtisches Flair und Abendprogramm. Von dort erreichst du Donaustauf bei einem Tagesausflug.

Die häufigsten Fragen

Wo liegt Donaustauf?

Donaustauf liegt im Oberpfälzer Landkreis Regensburg in Bayern, etwa zehn Kilometer östlich von Regensburg.

Was sind die wichtigsten Sehenswürdigkeiten?

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind die Walhalla, die Burgruine Donaustauf, die Wallfahrtskirche St. Salvator, die Pfarrkirche St. Michael und der Chinesische Turm.

Welche Gemeindeteile gehören zu Donaustauf?

Zu Donaustauf gehören die Gemeindeteile Dachsberg, Donaustauf, Hammermühle, Klammer, Neumühle, Parkhaus und Sulzbach a.d.Donau.

Diese Tipps merken

Willst du diese Sehenswürdigkeiten rund um die Walhalla auch mal besuchen? Dann merk dir doch gleich einen der Pins auf Pinterest. So findest du diese Webseite leicht wieder. Das geht auch als Email oder WhatsApp an dich oder deine Freunde. Klich auf den Button unter den Bildern:

Diese Tipps merken & mit Freunden teilen. Klick hier: